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Martin Bartonitz Dr. Martin Bartonitz

BPMS, BPML, BPEL, BPMN, WMS, XPDL, ?

Die unüberschaubare Menge an Akronymen und Begriffen macht es schwer, sich in der Welt des Business Process Management zu orientieren. Mit seinem Artikel bringt Dr. Bartonitz Licht ins Dunkel.
Mitglied Wertung Begründung Datum der Wertung
P. Loehr P. Loehr FH Bonn-Rhein-Sieg 06.12.2007
Dr. Martin Bartonitz Dr. Martin Bartonitz SAPERION AG Sehr geehrte Frau Peisker,
vielen Dank für den aufmerksamen Hinweis. Ich habe den "Webmaster" um Korrektur gebeten.
Gruß Martin Bartonitz
12.05.2007
Corinna Peisker Corinna Peisker contextum Sehr geehrter Herr Bartonitz, ich freue mich über jede kompakte Information zum Thema BPM und habe natürlich auch die neue Version Ihres Artikels gelesen, in der Sie die Abkürzung BPMN korrekt ausschreiben (BP Modeling Notation statt BP Management Notation). Da die Abkürzungstabelle des älteren Artikels u. U. auch von anderen weiter genutzt wird, wäre es vielleicht sinnvoll, sie entsprechend zu korrigieren?! Viele Grüße. 11.05.2007
Dr. Martin Bartonitz Dr. Martin Bartonitz SAPERION AG Guten Tag zusammen,
vorab möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich lange micht zurück kommentiert habe.
Ich werde in den nächsten Tagen ein Update meines Artikels machen, da ja doch inzwischen 1 1/2 Jahre vergangen sind und sich z.T. einiges getan hat oder aber auch anders entwickelt habe, als ich es erwartet habe.
Bzgl. des Referenzmodells der BPMI muss ich noch eine kurze Ergänzung geben. Die Gartner Group hat einen großen Anteil daran, dass der Begriff BPM auf dem Markt bewegt wird. Diese Ausstrahlung griff auch auf das Beratungshaus Accenture über. Ich hatte Gelegenheit, in ihrer internen Publikationen zu dem Thema kennenzulernen. In diesem Fand ich eine eingehende Grafik bzgl. der in meinem Artikel kurz umschriebenen Module eines BPMS. Diese Grafik basiert auf den seitens des BPMI erhaltenen Informationen über ein entsprechendes Referenzmodell. Ich werde in meinem Artikel eine ähnliche Grafik nochmals darstellen, so dass der Unterschied zwischen dem Referenzmodell der WfMC und der BPMI, bzw. inzwischen korrekterweise der OMG, wie schon von den Kommentatoren, offensichtlich wird.
In meinem Artikel hatte ich die Vermutung angestellt, dass die BPMN in die UML aufgehen würde, ggf. sogar das Aktivitäten-Diagramm ersetzen könnte. Wie ich nun auf einer Veranstaltung der OMG erfahren durfte, wird die BPMN ihre Eigenständigkeit erhalten. Der genannte Grund war die mangelnde Akzeptanz der Fachanwender die UML betreffend. Diese sei generell noch zu Technik-lastig. Damit wird es zukünftig weiterhin einen getrennten Markt für die UML im Bereich Hardcore-Software-Entwicklung geben sowie den für die Bereitstellung von BPM- bzw. Workflow-Systemen.
Auch diese beiden Welten tun sich weiterhin schwer zueinander zu finden. Wir stehen kurz vor der Veröffentlichung der Version 2.0 für die BPEL und es ist weiterhin wenig Menschelndes enthalten. Der Schwerpunkt ist nach wie vor, die maschinellen Web-Services zu orchestieren und zu choreografieren. Ansätze der BEPL4PEOPLE des letzten Jahres hatten scheinbar auch nur ein kurzes leben, jedenfalls nach dem Erscheinen des ersten White Papers war anschließend nur Stille, auch wenn es Gerüchte gibt, das IBM schon eine Umsetzung gemacht hat. Aber dann scheinbar noch nicht im Standard.
Interessant für die Human-Workflow-Welt ist, dass es eine Annäherung der BPMN und XPDL geben wird. So wird die XPDL Elemente für die grafischen Objekte enthalten, so dass eine BPMN aus einer XPDL heraus dargestellt werden können sollte. Ich bin mal gespannt.
MfG
Martin Bartonitz
30.09.2006
Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Software AG Österreich Aus dem Kommentar von Hrn. Müller:
> Mich würde nur mal interessieren,
> wo man die Definitionen zu den Begriffen auf der bpmi.org Seite findet.
> Ich bin nämlich nicht fündig geworden.

Ich denke, auf der bpmi.org tut sich wohl seit Mitte 2005 nichts mehr, da zu diesem Zeitpunkt die BPMI in der OMG BMI DTF (Object Management Group Business Modeling & Integration Domain Task Force) aufgegangen ist. Die OMG ist damit nun auch Hüterin des BPMN Standards (wurde als BPMN v1.1 von der OMG ratifiziert, Arbeit an 2.0 ist "under way").

Die beiden Definintionen "BPM" und "BPMS", die im Abkürzungsverzeichnis von der BPMI übernommen worden sind, finden sie auch anderswo gut erklärt (z.B. in meinem eigenen Einführungsartikel http://www.bpm-guide.de/content/articles/viewArticle.do?id=55 ;-).

Und die BPML ist nur mehr von historischem Interesse, da bereits die BPMI - als es sie noch gegeben hat - die Standardisierung von BPML zugunsten von BPEL aufgegeben hat, obwohl BPEL weniger mächtig ist und weniger kann als BPML. [BPEL, korrekterweise: WS-BPEL, wird heute übrigens auch von der OASIS weiter entwickelt und nicht mehr von IBM und Microsoft]

MfG
-cfs
30.09.2006
Jörn Müller Jörn Müller FH Kiel Hallo, ich finde den Artikel auch ziemlich gut. Mich würde nur mal interessieren, wo man die Definitionen zu den Begriffen auf der bpmi.org Seite findet. Ich bin nämlich nicht fündig geworden. 20.09.2006
Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Software AG Österreich SOAP ist mittlerweile (seit v1.2, also 24. Juni 2003) kein Akronym mehr ;-)

Das W3C hat mittlerweile die einst richtige "Abkürzung" von SOAP (Simple Object Access Protocol) aufgegeben ("deprecated", wie das so schön heißt). Wir verwenden diese Frage ("Wissen Sie, wofür SOAP steht?") mittlerweile immer öfter, um sehr viele selbst ernannte "Experten" auf dem Gebiet von BPM und/oder SOA von denjenigen zu unterscheiden, die die Standards auch tatsächlich gelesen haben ;-) (http://www.w3.org/TR/2003/REC-soap12-part1-20030624/ ).
31.08.2006
Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Software AG Österreich Ad "Referenzarchitektur der BPMI / OASIS für ein BPMS":

Ich bin selbst Mitglied der OMG und der OASIS und kann auch in den internen Dokumenten keine gemeinsame BPMI / OASIS Referenzarchitektur finden. BPMI ist ja nunmehr Teil der OMG und OASIS ist wieder eine andere Organisation. Aber man weiß ja nie in den Tonnen von Unterlagen....

OASIS selbst entwickelt ja mit ASAP eine Sprache zur Kommunikation zwischen mehreren WfMS/BPMS Systemen: Das baut allerdings auf der (alten) WfMC Referenzarchitektur auf.

Mit BPDM (derzeit in einem sehr frühen Stadium der RFP) versucht auch die OMG, sich näher in Richtung BPMS Systeme vorzuwagen, ohne allerdings eine Referenzarchitektur vorzugeben, denke ich.

Ich selbst habe bei der Software AG für sehr große BPMS/WfMS RFPs eine recht vollständige (eigene) BPMS Referenzarchitektur entwickelt, die ich gerne übermitteln kann (inklusive Rules Engines, Federation of BPMS Engines, Repositories etc.).
03.08.2006
Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Dipl.-Ing. Dr. Christoph F. Strnadl Software AG Österreich Wichtige Entwicklung in der Zwischenzeit: Nach dem Aufgehen der BPMI als BMI DTF der OMG (Klartext: Business Modelling & Integration Domain Task Force) wird der BPML nicht mehr weiterverfolgt. (D.h. eigentlich hat die BPMI schon vorher BPML zu Gunsten des weniger mächtigen WS-BPEL aufgegeben). Die Beschäftigung mit BPML hat daher mehr historischen als praktischen Wert. 03.08.2006
Dr. Martin Bartonitz Dr. Martin Bartonitz SAPERION AG Guten Tag Herr Liebschner, wenn Sie sich richtig in das Thema "reinfressen" mögen, kann ich Ihnen das Buch "Workflow-base process controlling" von Michael zur Muehlen empfehlen.
Guten Tag Herr Dr. von Ammon, vielen Tag für Gefallen an meinem Artikel. Inzwischen hat sich das Umfeld BPM ja ganz nett weiter entwickelt. So ist ja im letzten Jahr die BPMI in der OMG aufgegangen, so dass die BPMN richtig gutes Potential besitzt Teil der UML zu werden. Dann gibt es ja auch noch den neuen netten Begriff BPEL4PEOPLE, dass noch deutlicher werden lässt, dass die die ersten Entwürfe des BPEL im Zielumfeld reiner Maschienen-Services ausgedacht wurden und der Mensch dabei vergessen wurde. BPEL4POEPLE, getrieben mal wieder von den Großen wie IBM und SAP, versucht nun die Welt der BPMS und der WMS weiter zusammen zu bringen. Insgesamt habe ich aber ein positives Gefühl, dass wir schon bald soweit sind, dass die erhofften Standards auch reale werden und der Kunde davon profitieren wird. Sprich er bzgl. des Themas Investitionsschutzes kein Magengrimmen mehr erleiden muss.
Noch bin ich aber sehr skeptisch, dass ich in naher Zukunft mit einem beliebigen BPMN-Editor auf einer Geschäfts-organisatorischen Ebene modellieren kann und anschließend direkt meine realen Geschäftsprozesse in beliebigen Workflow-Engines marodierend durch die Unternehmen ziehend abarbeiten lassen kann.
Zwei Dinge sprechen in meinen Augen dagagen. a) muss ich aus organisatorischer Sicht mehr beschreiben als ich in der Engine dann benötige und b) bieten die WMS oder BPMS deutlich mehr und meist deutlich richtig sinnvolle Funktionalität als im Standard enthalten ist und sich der Anwender unnötig (?) beschränken müssten. Vielleicht sehe ich das aber auch nur zu "deutsch". Für USAmerika sehe ich da schon eher Potential, wo die Sachbearbeitung viel stärker dem Pareto-Ansatz folgt.
02.06.2006
Markus Liebschner Markus Liebschner MMS Dresden In dem Beitrag wurde von "Referenzarchitektur der BPMI / OASIS für ein BPMS" gesprochen. Ich habe werder bei OASIS noch bei BPMI einen Hinweis auf eine Referenzarchitektur gefunden. Weiß jemand worauf sich dabei bezogen wird? 03.05.2006
Dr. Rainer von Ammon Dr. Rainer von Ammon CITT GmbH Herrlich, besser kann man die Situation und Entwicklung nicht erklären! 13.11.2005

Mein BPM-Statement:

BPM ist ein integrierter Ansatz welcher Geschäftsprozesse sowohl fachlich wie auch technisch betrachtet. Die Reduzierung von BPM auf rein fachliche oder rein technische Methoden führt in eine Sackgasse.

Stefan Witschel, SAP Deutschland AG & Co. KG, Mitglied seit 13. November 2007
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