Denken in horizontalen Geschäftsprozessen und flexible Anpassung an neue
Erfordernisse sind Herausforderungen, denen Unternehmen heutzutage gegenüberstehen.
Nicht nur interne Prozesse und Strukturen gilt es, effizienter zu gestalten, sondern
auch mit den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungspartnern effektiver zu
agieren. Unternehmen sind gefordert, neue Prozesse entlang komplexer Wertschöpfungsnetzwerke
zu modellieren und die Mehrzahl der Lieferanten und Kunden in das flexible Konzept
einer Multi-Enterprise-Strategie zu integrieren.
Business Process Management (BPM) kann nur dann erfolgreich sein, wenn es gleichzeitig
als Kombination aus Konzept/Philosophie und Technologie verstanden wird. Ein wesentlicher
Erfolgsfaktor von BPM ist die einfache Prozessintegration der betriebswirtschaftlichen
Abläufe in die existierende IT-Infrastruktur. Hierzu gehört in erster
Linie, die abteilungs- und unternehmensübergreifenden Prozesse zu überprüfen,
neue Sollprozesse aufzusetzen, diese zu etablieren und permanent zu verbessern.
Prozess-Integration im neueren Sinne ist kein einfaches Gebiet, denn sie operiert
direkt an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT. Oft gibt es Zielkonflikte,
die die Zusammenarbeit erschweren: Die Fachabteilung möchte neue Prozesse
modellieren, individuell anpassen und schnell modifizieren können. Die IT
wiederum verfolgt stabile, performante, nachvollziehbare und sichere Abläufe.
Genau an diesem Punkt scheitern viele Projekte: Die „harten“ Hürden
ergeben sich, sobald die neu definierten Prozesse in IT-gestützte Abläufe
überführt werden sollen. Organisatorische oder kulturelle Widerstände
sowie fehlende Kompetenz und Überzeugung auf breiter Ebene kommen als „weiche“
Faktoren dazu.
Die Zusammenarbeit wird erheblich einfacher, wenn die IT ebenfalls in Prozessen
denkt und entsprechende Tools einsetzt. Aus diesem Grund haben viele Integrationsanbieter
in der Vergangenheit ihre Software um BPM-Komponenten erweitert. Darüber
hinaus kombinieren Prozess-Integrationslösungen Konzepte und Funktionalitäten
aus EAI, BAM, SOA und B2B. Idealerweise vereinen Prozess-Integrationslösungen
sowohl Prozess-Services, Integrations-Services, Visibility-Services als auch Security
Services.
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| Prozess-Integrationslösung |
Prozess-Services
Mit einer grafischen Prozess-Modellierung lassen sich betriebswirtschaftliche
Abläufe in technische Prozesse überführen. Der Informationsfluss
kann regelbasierend gesteuert werden (content based routing). Die Technologie
zur Parametrisierung beruht meistens auf dem Standard xPath. Eine Business Process
Engine wandelt die modellierten Prozesse