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Jan Kleine Dipl. Ing. Jan Kleine

Business Process Management schliesst alle(s) mit ein

Aktuelle Software-Paradigmen rücken das Thema Geschäftsprozessmanagement wieder in das Zentrum des Unternehmensgeschehens. Zu Recht, denn dort gehört es hin. Schließlich ist Prozessorientierung in erster Linie eine Frage der Unternehmenskultur und berührt alle Ebenen einer Organisation. Regelmäßig nimmt Geschäftsprozessmanagement einen vorderen Platz unter den zehn wichtigsten IT-Trends ein, die von Gartner jährlich veröffentlicht werden. Auch große Anbieter von Unternehmenssoftware, allen voran SAP, richten ihre neuen Software-Innovationen auf die Unterstützung des BPM aus. All dies ist Beleg dafür, dass die Idee des durchgängigen Prozessmanagements fraglos weithin akzeptiert wird.

Vordenker und Umdenker

Seit Michael Hammer Anfang der 90er Jahre gemeinsam mit James Champy den Bestseller ?Reengineering the Corporation: A Manifesto for Business Revolution? veröffentlichte, gilt er als einer der Vordenker des modernen BPM-Verständnisses. Wie der Buchtitel nahe legt, war das grundlegende Überdenken und Umkrempeln eines Unternehmens und seiner Organisationsstruktur sein Gegenstand: Der prozessorientierte Ansatz verkettet organisatorisch zusammengehörige Teilaufgaben abteilungsübergreifend zu einem Gesamtprozess und hebt die tradiert funktionsorientierte Silo-Betrachtung in der Ablauforganisation eines Unternehmens auf. Vier wesentliche Aspekte bestimmen den Neuaufbau:
  • die Orientierung an den Kernprozessen,
  • die Ausrichtung der Prozesse auf den Kunden,
  • die Konzentration auf die Kernkompetenzen und
  • die intensive Nutzung der IT zur durchgängigen Automatisierung.
Die anfängliche Stoßrichtung des prozessorientierten Neuaufbaus wurde in erster Linie von dem Wunsch der Effizienzsteigerung und Kostensenkung geprägt. Später wurden auch Dynamik und Flexibilität betont, da Unternehmen befähigt werden, zeitnah auf Veränderungen der Marktbedingungen zu reagieren. Damit verknüpft ist die Vorstellung des Prozessmanagements als kontinuierlicher Prozess. Seine wesentlichen Teile - Planen und Modellieren, Durchführen sowie Überwachen und Bewerten der Prozesse ? greifen ineinander. Im Idealfall münden sie in einem Kreislauf, um die stetige Anpassung bzw. Optimierung der Prozesse zu etablieren.

Prozessorientierte Ansätze

Abseits dieses allumfassenden Ansatzes fand der Gedanke des Prozessmanagements längst Eingang in Teildisziplinen, z. B. für kunden-, logistik- oder produktionsrelevante Aufgaben beim CRM bzw. SCM. Führungsparadigmen wie TQM, Six Sigma oder Kaizen beinhalten ebenso prozessorientierte Ansätze zur kontinuierlichen Verbesserung. Dies bestätigt, dass der Umgang mit Prozessen ein Unternehmen anscheinend in all seinen Verästelungen berührt. Schon die frühen Weisen der Betriebswirtschaft wussten darum. So schrieb Fritz Nordsieck, der Vordenker der betriebswirtschaftlichen Organisationslehre, bereits 1932: "Der Betrieb ist in Wirklichkeit ein fortwährender Prozess, eine ununterbrochene Leistungskette [?], anzustreben ist in jedem Fall eine klare Prozessgliederung."
Unternehmen werden zunehmend als Prozess verstanden und bestehen aus Prozessen, ungeachtet ihrer besonderen Marktbedingungen. Den Grad des BPM-Engagements indessen diktierten in der Vergangenheit eher externe Faktoren. Die Ziele Effizienzsteigerung und Kostensenkung i
(Kompletter Text nur für Netzwerk-Mitglieder)



Veröffentlicht von Dipl. Ing. Jan Kleine bei BPM-Netzwerk.de am 11. June 2009

Mein BPM-Statement:

Geschäftsprozesse managen heisst Mehrwert schaffen.

Stephan Fischli, itp commerce ltd, Mitglied seit 27. May 2008
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