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Fachlicher Austausch rund um BPM Diskussion von Artikeln

Im BPM-Netzwerk veröffentlichte Artikel bzw. ihre Bewertungen werden diskutiert.

Albert Fleischmann Metasonic Sehr interessanter Artikel zu den BPMN, Workflow Patterns, Petrinetze und Yawl. 06.11.2011 11:27
Prof Egon Börger von der Uni Pisa hat im Journal Software & Systems Modeling 2011 (DOI 10.1007/s10270-011-0214-z), Springer Verlag einen Artikel mit dem Titel

Approaches to Modeling Business Processes. A Critical Analysis of BPMN, Workflow Patterns and YAWL

publiziert. Er setzt sich in diesem ARtikel sehr fundiert mit der unzulänglich definierten Semantik von BPMN, mit dem Anspruch der Wiorkflow Patterns und den Unzulänglichkeiten von Petrinetzen als formale Grundlage für Modellierungsmethoden auseinander.

Ein Vorversion (die aber inhaltlich nahezu identisch ist mit dem ARtikel von Springer ist aber dort nahezu 40 Euro kostet) findet sich:

http://www.di.unipi.it/~boerger/Papers/Bpmn/EvalBpm.pdf

Es lohnt sich sehr den Artikel zu lesen.

Albert Fleischmann
Frank Michael Kraft AdaPro GmbH Re: Sehr interessanter Artikel zu den BPMN, Workflow Patterns, Petrinetze und Yawl. 06.11.2011 20:24
Interessanter Artikel! Provokant, aber interessant.

Teilweise gebe ich ihm Recht, teilweise sehe ich das anders. Viel hängt davon ab, wie man BPMN 2.0 richtig einsetzt, ohne dass der Standard es vorschreibt, ihn richtig einzusetzen. Das ist mehr die Aufgabe eines Modellierungsleitfadens und eines Qualitätssicherungsprozesse bei der Modellierung (Mentoring und Governance).

Einige Kritiken die er bzgl. Petri Netze ausspricht teile ich.

Meine detaillierte Stellungnahme:

http://www.bpmnforum.net/blog27/bpmn/bpmn-in-practice/thoughts-about-%e2%80%9cap...



Albert Fleischmann Metasonic Re: Re: Sehr interessanter Artikel zu den BPMN, Workflow Patterns, Petrinetze und Yawl. 29.11.2011 20:27
> Interessanter Artikel! Provokant, aber interessant.
>
> Teilweise gebe ich ihm Recht, teilweise sehe ich das anders. Viel hängt davon ab, wie man BPMN 2.0 richtig einsetzt, ohne dass der Standard es vorschreibt, ihn richtig einzusetzen. Das ist mehr die Aufgabe eines Modellierungsleitfadens und eines Qualitätssicherungsprozesse bei der Modellierung (Mentoring und Governance).
>
> Einige Kritiken die er bzgl. Petri Netze ausspricht teile ich.
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> Meine detaillierte Stellungnahme:
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> http://www.bpmnforum.net/blog27/bpmn/bpmn-in-practice/thoughts-about-%e2%80%9cap...
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> Ich habe ein Problem mit einem Standard der erst eindeutig wird nachdem zusätzliche wesentliche Konventionen festgelegt wurden. Dies würde bedeuten daß ich zu jedem Modell die Konventionen mitgeben muß, damit ein Anderer ein Modell nicht falsch versteht. Er oder sie benutzt u.U. andere Konventionen.
Außerdem habe ich dann noch das Problem mit der Behauptung daß BPMN ausführbar sei. Wie versteht ein Rechner ein BPMN Modell. Er braucht ja dann auch die in einem Modell verwendeten Konventionen.
Prof. Börger weist diese Problematik klar nach.

Albert Fleischmann
Frank Michael Kraft AdaPro GmbH Re: Re: Re: Sehr interessanter Artikel zu den BPMN, Workflow Patterns, Petrinetze und Yawl. 29.11.2011 21:42
> > Ich habe ein Problem mit einem Standard der erst eindeutig wird nachdem zusätzliche wesentliche Konventionen festgelegt wurden. Dies würde bedeuten daß ich zu jedem Modell die Konventionen mitgeben muß, damit ein Anderer ein Modell nicht falsch versteht. Er oder sie benutzt u.U. andere Konventionen.

Das habe ich ja auch nicht geschrieben, dass Zusatzregeln notwendig seien, um BPMN zu verstehen.

Eine Modellierungssprache ist zuerst immer auch einmal das: Eine Sprache.

Wie jemand die Sprache nutzt, um das auszudrücken, was er sagen möchte, ist immer eine andere Frage.

Es gibt keine Sprache der Welt - weder eine natürliche Sprache, noch die Sprache der Noten für die Musik zum Beispiel, die Vorschriften umfasst, die zu immer richtigen und vollendeten Sätzen oder Musikstücken führt.

Mit jeder Sprache ist es möglich auch falsche Sätze zu formulieren - selbst wenn sie grammatisch richtig sein sollten, können sie doch inhaltlich falsch oder sinnlos sein - oder in der Musik eben einfach schlecht klingen.

In anderen Worten braucht es auch immer die Kunst, eine Sprache richtig anzuwenden. Das ist einem entweder in die Wiege gelegt, oder man lernt es durch viel Erfahrung, oder man kann sich dazu anleiten lassen. Ein Leitfaden für die Anwendung der BPMN dient der letzten dieser drei Möglichkeiten. Notwendig ist es nicht, man kann es auch alleine lernen, durch Übung, Versuch und Irrtum. In aller Regel ist es aber besser sich anleiten zu lassen.

Das gilt für jede Sprache der Welt und nicht nur für BPMN.

Mein BPM-Statement:

In den SAP ERP Systemen sind alle implementierten Business Prozesse und ihre Verwendung abgespeichert. Mit den richtigen Methoden und Werkzeugen kann man sie rausholen, ohne zu wissen, wie sie rein gekommen sind.

Dr. Andreas Spiess, arumba GmbH, Mitglied seit 30. July 2009
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