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ADONIS 4.0

Hinweis: Die unten stehenden Angaben entsprechen der Beschreibung des Herstellers. Das Team von BPM-Netzwerk.de kann für die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr übernehmen.

Mitglied Wertung Begründung Datum der Wertung
Martin Wieschollek Martin Wieschollek RSC Commercial Services GmbH & Co. OHG Das Tool hat ganz klar seinen Fokus auf Prozessdokumentation und -simulation. Vor allem bei der Prozesssimulation scheint mir das Tool sehr mächtig zu sein, mit sehr vielen Konfigurationsmerkmalen. Diese sind dennoch gut zu bewältigen. Bei der Dokumentation ist mir aufgefallen, dass es kein Übersichtliches Repository alles dokumentierten Elemente gibt, um das selbe Objekt in verschiedenen Modellen zu verwenden. Das Process Portal ist aber sehr anschaulich und gut zu bedienen. Auch die Funktion, das Prozessmodelle im Portal online kommentiert werden können finde ich sehr interessant. Das Rechtemodell für das Portal scheint den normalen Bedarf abzudecken.
Die Standard-Modelle sind gut untereinander integriert, soll heißen sämtliche Objekte können auf diverse Modelle oder andere Objekte referenziert werden. Dies geschieht über die sogenannten Notebooks. Diese Notebooks beinhalten alle Informationen zu einem Objekt. Teilweise sind dies nicht ganz übersichtlich und ihr Aussehen erinnern stark an das gute alte IBM OS/2. Generell könnte die gesamte Oberfläche ein Facelift gebrauchen, aber da dies die Funktionalität nicht wirklich einschränkt ist dieser Punkt nicht in die Bewertung eingeflossen.
Bezüglich prozessorientierter Entwicklung besteht nur die Möglichkeit die Prozessmodelle nach BPEL zu exportieren. Ein Export in eine beliebige Programmiersprache ist nicht möglich.
In Bezug auf UML ist nur das Use Case Modell vorhanden. Dieses ist auch nur rudimentär in die anderen Modelltypen integriert.
Die Business Process Modelle können automatisch nach BPMN überführt werden. Um BPMN Modelle zu modellieren gibt es aber einige bessere Tools. Intermediate Events werden nicht richtig dargestellt (throw und catch sehen gleich aus) und Intermediate-Events einer Aktivität haften nicht automatisch am Rand der Aktivität. Die Konfiguration der einzelnen BPMN Elemente über die Notebooks ist recht aufwändig.

Fazit: Für Prozesssimulation ein sehr gutes und mächtiges Tool, für Dokumentation ganz in Ordnung. Wenn man andere Bereiche abdecken möchte ist man ggf. bei anderen Tools besser aufgehoben. Die 3 Sterne sind deshalb gewählt, weil die versprochenen Möglichkeiten zum Einsatz des Tools zum Teil nur rudimentär umsetzbar sind.
14.10.2009
Stephan Struthoff Stephan Struthoff Finanz Informatik Gmbh & Co. KG - Modellierungsbibliothek läßt sich einfach an die Vorgehensmethodik des Unternehmens anpassen
- Problemlos / Stabil im Betrieb (DB-Server bei uns: DB2/Sun-Solaris)
- Client-SW läßt sich unproblematisch warten (bei uns WinXP / Citrix)
- Bedienung leicht erlernbar (hängt natürlich auch von der gewählten Methodik ab)
- Partnerschaftliche, professionelle Zusammenarbeit mit Entwicklern (Fa. BOC)
17.07.2007

Mein BPM-Statement:

Ein wichtiger Schritt hin zu den vollmundigen Versprechungen in Bezug auf Business Process Management wird die Veröffentlichung der BPMN 2.0 sein. Es wird Zeit, dass sich nicht nur eine einheitliche Notation durchsetzt, sondern auch dass die Semantik der Ausführung für diese Notation genormt ist. Wichtig wäre es auch ein einheitliches Dateiformat zum Austausch von BPMN-Diagrammen zu etablieren. Die Wichtigkeit von BPEL als Ausführungssprache, das sich als Standard durchgesetzt hat, ist unbestritten, jedoch sollte BPEL nicht als Allheilmittel gesehen werden. Man darf nicht vergeßen mit welcher Intention es entwickelt worden ist, nämlich der Orchestrierung von Webservices.

Sebastian Schneider, FH Aachen, Mitglied seit 08. August 2009
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